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Besuch beim NDR in Lokstedt
21.10.2024
Es begann mit großem Ärger und endete voller Begeisterung über einen überaus gelungenen Ausflug!
Mit einer ¾ Stunde Verspätung traf der Bus endlich ein und so verzögerten sich die Besichtigungstouren trotz ausreichender Pufferzeit.
Während die eine Hälfte der Gruppe durch die Fernsehstudios geführt wurde, erkundeten die anderen das sogenannte „Grindel-Viertel“ im Hamburger Stadtteil Rotherbaum. Mittags trafen sich alle zum Mittagessen und die Gruppen wechselten.
Besichtigung des NDR
Auf dem weitläufigen Gelände mit 24 Gebäuden arbeiten 5.000 Mitarbeiter, davon 3.500 fest angestellte. Wie nahezu überall gibt es auch bei diesem Arbeitgeber einen großen Fachkräftemangel, schilderte Herr Seifert, der uns kompetent führte und geduldig jede Frage beantwortete.
Erste Station war „die Maske“. Über die Kostümausstattung, die passende Arbeitskleidung der Moderatoren, die speziellen Schminkkoffer bis hin zu Perücken und Bärten gewannen wir einen Eindruck wie komplex und vielfältig diese Vorarbeiten sind, um den Zuschauern eine perfekte Sendung zu präsentieren. Die erste Gruppe hatte das Glück den Tagesschau-Sprecher Thorsten Schröder zu treffen.
Dann erfolgte die Führung durch den Studiotrakt. Gesteuert werden alle Sendungen i.d.R. durch den Produktionsingenieur, den Toningenieur und den Bildmanager im Regieraum. Über eine Fülle von Computerbildschirmen werden die Kameras voll automatisch geführt, die Scheinwerfer ausgerichtet, der Ton überwacht und vieles mehr. Zudem gibt es einen Extraraum für die Aufnahme der Gebärdensprache.
Die „Highlights“ waren natürlich die Aufnahmestudios, obwohl die vielen Scheinwerfer nicht eingeschaltet waren. Für das Ausleuchten einer Moderatorin werden z.B. sechs Scheinwerfer pro Position gebraucht.
Die erste Gruppe traf im Studio 2 auf die Vorbereitungen für die „Markt-Sendung“. Der Regisseur Wolfram Kettner erläuterte uns die verschiedenen Abschnitte der geplanten Live-Sendung am Abend. Die zweite Gruppe konnte am Nachmittag sogar an der Aufzeichnung der Sendung mit dem Moderator Jo Hiller teilnehmen.
Stadtführung durch das Grindel-Viertel
Die Stadtführerin gestaltete, sowohl für Hamburgerinnen als auch für die anderen LandFrauen, einen abwechslungsreichen und interessanten Rundgang durch das beliebte Viertel mit den vielen gut erhaltenen Häusern aus der Gründerzeit. Dabei stellte sie immer wieder Verbindungen zwischen historischen Begebenheiten und der aktuellen Situation vor Ort her.
Zum Beispiel entstanden die heutigen sehr idyllisch und ruhig gelegenen Terrassenhäuser als Ersatz für das „Gängeviertel“ Ende des 19. Jahrhunderts. Damals wurde es als Ausweichquartier für die Armen konzipiert, heute ist es ein begehrtes Wohnobjekt für Wohlhabende.
Da das Grindel-Viertel vor der Nazizeit sehr jüdisch geprägt war, lag ein Schwerpunkt der Informationen bei früheren und heutigen jüdischen Einrichtungen: der ehemaligen Synagoge sowie einem geplanten Neubau, der jüdischen Realschule, die heute von zwei schwerbewaffneten Polizisten bewacht wird, den ehemaligen Standorten jüdischer Geschäfte und einem derzeit gut besuchten Café´.
Es hat Spaß gemacht durch das belebte Viertel mit seinen vielen Geschäften, den wunderschönen Häusern und der quirligen Atmosphäre des Unicampus zu wandern. (Elke S.)
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