KulturTour – 150 Jahre Paula Modersohn-Becker
Di. 18.08.2026
Das Paula Modersohn-Becker-Museum ist weltweit das erste Museum, das dem Werk einer Malerin gewidmet ist. Als Wegbereiterin der Moderne in Deutschland gehörte Paula Modersohn-Becker zu den bahnbrechenden Künstlerinnen des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Paula Becker wird 1876 in Dresden geboren, übersiedelt mit der Familie 1888 nach Bremen, geht 1893-1895 aufs Lehrerinnenseminar in Bremen und erhält den ersten Zeichen- und Malunterricht.
Bei einem Besuch in der Bremer Kunsthalle sieht sie 1895 zum ersten Mal Bilder der Worpsweder Künstlergruppe und lernt bei einem späteren Besuch zufällig das Künstlerdorf Worpswede und die Künstlergemeinschaft kennen und ist begeistert.
Ende 1899 stellte der Direktor der Kunsthalle Bremen die Werke dreier zeitgenössischer Worpsweder Künstlerinnen aus. In der „Weser-Zeitung“ wird ein herablassender, verletzender, polemischer Verriss veröffentlicht. Paula Becker holt ihre Werke wieder aus der Kunsthalle ab. Reisen führen sie in den folgenden Jahren u.a. nach Wien, Berlin und Skandinavien und 1900 für ein halbes Jahr nach Paris, wo sie an der Akademie Cola Rossi studiert. Die Stadt steht für das Neue, das Kommende, für die Kunst des 20. Jahrhunderts.
Ende Juni 1900 kehrt sie nach Worpswede zurück, verlobt sich im September mit Otto Modersohn, der 11 Jahre älter ist und ein Kind aus erster Ehe hat und heiratet ihn im Mai 1901. In den Folgejahren weitere kurze Paris-Aufenthalte.
Ein Besuch Otto Modersohns im Frühjahr 1906 verläuft sehr unharmonisch, da ihre Vorstellungen in verschiedene Richtungen gehen. Im September des Jahres bittet sie ihn in einem Brief, sie freizugeben. Im November 1906 werden Bilder von ihr in der Bremer Kunsthalle ausgestellt. Mit Otto Modersohn gab es zwischenzeitlich in Worpswede einen Neuanfang und im November 1907 wird ihre Tochter Mathilde geboren. Knapp 3 Wochen nach der Geburt stirbt Paula Modersohn-Becker, mit 31 Jahren, plötzlich an einer Embolie.
Ihre Bilder, die während des Nationalsozialismus als „entartet“ diffamiert wurden, hängen in den Museen diesseits und jenseits des Atlantiks.
Ihre Hauptthemen sind Menschenbildnisse und Stillleben. In nur 10 Jahren hat die Künsterlin ein imposantes Werk von über 700 Gemälden und mehr als 1.400 Zeichnungen geschaffen.
20 LandFrauen hatten viel Freude an der ausgezeichneten und erfrischenden Führung durch eine sehr nette junge Frau und erfuhren viele Details aus dem Leben derKünsterlin.
Das Gehörte konnte in der anschließenden Freizeit noch einmal „nachgearbeitet“ werden. Ein schöner Tag in Bremen. (Margitta S.)









